Initial Margin

Als Initial Margin wird eine Sicherheitsleistung bezeichnet, die von einem Anleger bei einer Bank, Kreditinstitut oder bei einem Wertpapierhändler hinterlegt werden muss. Das Initial Margin wird für aktuelle und künftig zu erwartende Wertschwankungen erhoben. Die Höhe der Sicherheitsleistung wird von der Terminbörse festgelegt und nach dem "Risk-based-Margining-System" (RBM) festgelegt. Als Indikator für die Berechnung des Risikos der Börse dient der Bank oder dem Broker der jeweilige Basiswert der Derivate, Optionen, Swapgeschäfte oder Terminkontrakte. Beim Kauf eines Optionsscheins entspricht die Höhe der Initial Margin zum Beispiel der Höhe der später zu zahlenden Prämie. Die Sicherheitsleistung dient in diesem Fall zur Deckung von Glattstellungskosten, die anfallen können.

Nach EU-Recht müssen Transaktionen in Derivaten, die nicht der Clearingpflicht unterliegen, mit einem Initial Margin besichert werden. Dies ist im Art. 11 Abs. 3 Marktinfrastrukturverordnung geregelt. Außerdem dürfen Initial Margins nicht weiterverpfändet oder auf andere Weise wiederverwendet werden

Kategorie: Derivate