Disaccharide

Disaccharide ist ein moderner Begriff für Zweiwachzucker, seltener auch Biosen genannt. Dabei handelt es sich um Moleküle, die aus zwei Monosaccharide (oder auch Einfachzucker) bestehen, dessen Monomere durch eine glykosidische Bindung miteinander verknüpft sind. Disaccharide werden der Gruppe der Oligosaccharide zugeordnet.

Die Monosaccharide weisen in der Halbacetalform zwei unterschiedliche Arten von OH-Gruppen auf: die alkoholische und die anomere. Daher sind zwei verschiedene Typen von Disacchariden möglich.

Typ I: Die Aldose (A) reagiert am anomeren C-Atom al Pyranose mit einer alkoholischen Gruppe des Moleküls B. Das Disaccharid des Typ I erhält den Baustein A als Acetal - gleichzeitig bleibt B ein Halbacetal. Daher besitzt diese Form eines Disaccharids eine reduzierende Eigenschaft.

Typ II: Zwei Aldosen reagieren aus der Pyranose-Form heraus an den anomeren OH-Gruppen miteinander. Beim Typ II verbinden sich die anomeren C-Atome beider Bausteine über eine so genannte Glykosidbindung. Die Monosaccharide A und B wandeln sich schließlich zu Acetalen. Es zeigt daher die charakteristischen Eigenschaften der Aldehydgruppen nicht mehr, was zur Folge hat, dass es nichtreduzierend ist.

Der menschliche Organismus kann viele der Disaccharide durch die Disaccharidasen spalten. Dadurch werden die entstehenden Monosaccharide zur Energiegewinnung verwendet.

Kategorie: Ernährung