DAX Future

Der DAX-Future ist ein Termingeschäft (Future) auf den Deutschen Aktienindex (DAX). Zur Veranschaulichung kann der DAX-Future als eine Wette auf den Stand des DAX an einem bestimmten Tag angesehen werden. Der Wert des Kontrakts schwankt um 25 Euro je Punkt des DAX. Bei Auflegung hat der jeweilige Kontrakt eine Laufzeit von 9 Monaten. Es werden jeweils die nächsten drei Fälligkeitsmonate gehandelt. Der DAX-Future wurde am 23. November 1990 an der Deutschen Terminbörse unter dem Produktkürzel FDAX eingeführt. Heute wird der Dax-Future an der EUREX gehandelt. Seit Oktober 2015 wir auch der Mini-DAX-Future (FDMXA) an der EUREX gehandelt. Der Unterschied zum FDAX, hat der Mini-DAX-Future einen deutlich geringeren Kontraktwert von 5 Euro je Punkt.

Verfallstermin der DAX-Future-Kontrakte ist der dritte Freitag des Liefermonats; sollte jedoch dieser Freitag ein Feiertag sein, verfallen die Kontrakte bereits am Donnerstag. Damit liegen die Verfallstermine (in der Regel) jedes Jahr auf den dritten Freitagen im März, Juni, September und Dezember. Da zu diesen Terminen auch weitere Optionen auslaufen und die Märkte durch den Versuch der Kursbeeinflussung durch Marktteilnehmer unruhig sein können, werden diese Tage auch dreifacher Hexensabbat genannt. Zum Verfallstermin eines Futures hat der Käufer laut Bedingungen der EUREX keinen Anspruch auf Lieferung. Aus diesem Grund werden erzielte Gewinne oder Verluste bar ausgeglichen. Dieser Vorgang wird als Cash Settlement bezeichnet.

Das Risiko ist für den Käufer theoretisch und praktisch beschränkt und für den Verkäufer theoretisch unbeschränkt. Der Käufer kann maximal das 25-fache des aktuellen Future-Wertes verlieren, also zum Beispiel bei einem DAX Stand von 12.000 Punkten 12.000 x 25 € = 300.000 €. Für den Verkäufer gilt bei steigenden Kursen ebenfalls, dass er 25 € pro Index-Punkt verlieren kann. Da es keine Obergrenze für den DAX-Kursstand gibt, kann der Verkäufer theoretisch unbegrenzte Kapitalverluste erleiden. Da ein Future-Händler nur einen relativ kleinen Teil des möglichen Verlusts als Sicherheit (die sogenannte Margin) bei seiner Bank hinterlegen muss, sind große Transaktionen mit relativ geringen Kapitaleinlagen möglich.

Kategorie: Derivate